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FAQs

Allgemeine Fragen

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Ich kann kein Produkt finden, das meinen Anforderungen entspricht. Können Sie einen maßgeschneiderten Wandler für mich herstellen?

Zusätzlich zu den Standardsortimenten aus diesem Datenbuch kann RECOM maßgeschneiderte DC/DC-Wandler nach Ihren individuellen Vorgaben produzieren. In der Regel können wir die Bauteile für jede Eingangs- oder Ausgangsspannung innerhalb des RECOM Standardportfolios schnell entwickeln (d. h. bis zu 48V Eingangs- oder Ausgangsspannung). Auch Prototypen können in kürzester Zeit hergestellt werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unseren Anwendungshinweisen. Alternativ können Sie sich auch an unseren Technischen Support wenden.

Sind die Produkte von RECOM zertifiziert? Welche Art von Zertifizierungen sind das?

Für die meisten unserer Wandler liegen EN-Zertifikate vor. Die meisten Wandler mit höherer Leistung besitzen eine UL- und CSA-Zulassung.

Sind die Bauteile nach DIN EN 55022, Klasse B zertifiziert?

Die Wandler sind nicht mit EMI-Filter ausgerüstet. Für die Klassen A und B empfehlen wir in unseren Anwendungshinweisen die Verwendung eines externen EMI-Filters. Die meisten Wandler entsprechen den Vorgaben gemäß Klasse B für Strahlungsemissionen oder sind optional mit einem abgeschirmten Metallgehäuse erhältlich.

Sind RECOM Bauteile für medizinische Anwendungen zugelassen?

Wir bieten viele Wandler an, die für medizinische Anwendungen zugelassen und nach DIN EN 60601 zertifiziert sind.

Wie kann ich die Bauteile nach dem Einbau in eine Platine reinigen?

Wie bei allen elektronischen Komponenten gilt: stark reaktive Substanzen in ungünstigen Umgebungen können die Vergussmaterialien und die Pins angreifen. Daher empfehlen wir eine Reinigung mit inaktiven Lösungen (z. B. alkohol- oder wasserbasierte Lösungsmittel) speziell für elektronische Komponenten. Beachten Sie außerdem die Empfehlungen des Herstellers zur Anwendungstemperatur.

Ich muss die Platine vor dem Auftragen der konformen Beschichtung reinigen. Wie können wir die RECOM Bauteile bei der Reinigung schützen?

Sie können einen nicht aggressiven, nicht korrosiven, wasserbasierten Reiniger verwenden. Das Metallgehäuse des Wandlers besteht aus vernickeltem Kupfer, die Vergussmasse aus gehärtetem zweikomponentigem Epoxidharz (XT5038-6) und das Kunststoffgehäuse aus Diallylphthalat (DAP 901 – auch bekannt als Duroplast). All diese Materialien sind unempfindlich gegenüber speziellen Reinigungslösungen für Leiterplatten und reagieren nicht mit Mineralölen, wasserbasierten Verbindungen und den meisten Industrie-Lösungsmitteln.

Die Umgebungstemperatur sollte 130°C nicht über einen längeren Zeitraum (mehrere Stunden) hinweg überschreiten, da dies sie empfohlene Höchsttemperatur für den Einsatz von Epoxidharzen ist.

Bitte beachten Sie die Hinweise des Herstellers Ihrer konformen Beschichtung bezüglich der empfohlenen Anwendungsweise.

Viele Kunden reinigen ihre fertiggestellten Leiterplatten vor dem Auftragen der konformen Beschichtung oder dem Verguss mit wässrigen oder lösungsmittelbasierten Flüssigkeiten. Wir haben bisher keine Reklamationen bezüglich chemischer Unverträglichkeiten oder sonstigen Problemen mit Reinigungsmitteln oder konformen Beschichtungen erhalten.

Können die Wandler mit einem Ultraschallreinigungsgerät behandelt werden?

Ja. Sie können mit einem Ultraschallreinigungsgerät behandelt werden, solange die Reinigungslösung nicht aggressiv ist und die Metall-, Kunststoff- oder Epoxidharzteile nicht angreift.

Hinweis: Es ist zu berücksichtigen, dass manche Wandler freie Positionsbohrungen aufweisen (für zusätzliche Elemente wie Steuerungspins). Es ist möglich, dass kleine Mengen Reinigungsflüssigkeit auf diesem Weg unter die Trägerplatte gelangen. Die Wandler werden dadurch nicht beschädigt (unterhalb der Trägerplatte ist alles vollständig mit Epoxidharz ummantelt). Wichtig ist jedoch, dass die Temperatur beim Trocknen unter 100°C bleibt, damit die eingedrungene Flüssigkeit nicht verdampft und Probleme verursacht.

Warum brauche ich einen DC/DC-Wandler?

Es gibt viele Gründe für den Einsatz eines DC/DC-Wandlers. Die häufigsten Einsatzbereiche sind:

  • Anpassung der Lasten an die Spannungsversorgung (d. h. Erzeugung eines höheren, niedrigeren oder dualen Spannungsniveaus aus einer einzigen Quelle, oder um eine Versorgungsschiene umzukehren.)
  • Isolierung von Primär- und Sekundärkreisen (z. B. aus Sicherheitsgründen, oder um einen empfindlichen Kreislauf vor Interferenzen zu schützen)
  • Vereinfachung der Spannungsversorgung (mehrere Ausgangswandler oder ein Wandler pro Schiene (Point-of-Load) können die Komplexität der Spannungsversorgung, die Gesamtkosten und den Platzbedarf auf der Platine mindern und zugleich die Flexibilität, Zuverlässigkeit und Effizienz des Systems erhöhen. )

Ich kann in Ihren Datenblättern keine Informationen zum Eingangsruhestrom finden. Wo finde ich diese Informationen?

Der Eingangsruhestrom kann anhand der Nulllast ermittelt werden. Teilen Sie den Wert durch die Eingangsspannung. Falls Sie weitere Informationen zum Eingangsruhestrom für eine bestimmte Betriebssituation brauchen, kontaktieren Sie bitte unseren Technischen Support.

Was ist der Eingangsruhestrom?

Der im Ruhezustand (Nulllast) vom Wandler aufgenommene Strom. Alle Wandler enthalten Oszillatoren, die Energie absorbieren, auch wenn der Wandler keinen Strom aufnimmt.

Ich verwende eine 12V-Batterie als Eingangsspannungsquelle. Brauche ich zusätzliche Komponenten?

Das größte Problem bei einer 12V-Batterie als Spannungsquelle ist, dass sie sehr hohe Einschaltströme liefern kann. Bei Wandlern im niedrigeren Leistungsbereich (unter 20W) ist das kein Problem, aber bei höheren Leistungsniveaus kann der Einschaltstrom die Wandler beschädigen.

Ein anderes Problem besteht darin, dass jeder Wandler sofort zerstört wird, wenn ein Endnutzer die Batterie falsch herum anschließt.

Um diese Probleme zu vermeiden, kann eine externe Sperrdiode oder ein FET-Regler eingebaut und zudem entweder eine Soft-Start-Schaltung oder ein Einschaltstromfilter ergänzt werden. Informationen zu empfohlenen Schaltungen und Bauteilwerten erhalten Sie bei unserem Technischen Support.

Was bedeutet Isolation?

Der Begriff Isolation bezieht sich auf die elektrische (galvanische) Trennung zwischen Eingangs- und Ausgangsstromkreis des Wandlers. Das bedeutet, die Ausgangsspannung eines isolierten Wandlers ist nicht mit der Eingangsspannung verbunden, sodass elektrische Interferenzen, Spannungsunterschiede und Fehlerströme ausgeschlossen sind. Dies ist besonders wichtig für Anwendungen, bei denen der Ausgangsstromkreis mit externen Systemen verbunden ist und der Hauptstromkreis von allen Vorgängen im Ausgangsstromkreis getrennt werden muss.

Warum spezifizieren Sie die Isolationsspannung für die Dauer einer Sekunde?

Die Isolationsspannung, die in den Datenblättern angegeben ist, bezieht sich ausschließlich auf einen einsekündigen Flash-Test. Wird eine Isolationssperre für einen längeren oder unbestimmten Zeitraum benötigt, ist die Nennbetriebsspannung zu nutzen. Recom stellt in seinen Anwendungshinweisen eine Konversionstabelle bereit.

Eine weitere sinnvolle Maßnahme ist die einminütige Isolation, die ebenfalls in den Konversionstabellen der Anwendungshinweise spezifiziert ist.

Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es von größter Bedeutung, beim Vergleich unserer Produkte mit denen anderer Hersteller die gleiche Isolationsart zu betrachten.

Bieten Sie auch nicht isolierte Wandler an?

Alle Wandler der Econoline und der Powerline sind isoliert, lediglich die Innoline Baureihe enthält nicht isolierte Produkte.

What material is used in the metal case package?

Nickel plated copper.

Warum funktioniert die On/Off-Funktion nicht?

Verschiedene Wandler haben unterschiedliche On/Off-Regelspannungen. Bitte lesen Sie die Datenblätter aufmerksam durch, bevor Sie den On/Off-Pin mit Masse oder +Vin verbinden, da der Wandler sonst beschädigt werden kann. Manche On/Off-Pins benötigen zusätzliche externe Komponenten, wenn sie durch ein TTL-Pegel-Signal angesteuert werden.

Ich brauche für meine Anwendung mehr als 24V Ausgangsspannung, finde aber nichts Passendes in Ihrem Katalog. Wie erreiche ich die benötigte Ausgangsspannung?

Sie können einen dualen Wandler mit 15V Ausgangsspannung (+/-15V) verwenden und dabei den Bezugsleistungs-Pin weglassen und nur den +Vout-Pin und die –Vout-Pins verwenden.

Wandler mit dualem Ausgang regeln nur die +ve- und –ve-Ausgänge, sodass eine Verbindung mit dem Bezugsleistungs-Pin für den normalen Betrieb nicht erforderlich ist. Dies gilt für alle Wandler mit dualem Ausgang, folglich sind:

  • +/-5V = 10V,
  • +/-9V = 18V,
  • +/-12V = 24V und
  • +/-15V = 30V.

Ist keine Isolation erforderlich, kann der –ve-Ausgangspin mit dem +ve-Eingangspin verbunden werden, um die Versorgungsspannung zu erhöhen. Beispiel: Eine 12V-Batterie zur Versorgung eines wie vorstehend erläutert geschalteten 30W-Wandlers mit 12V Ausgangsspannung erzeugt 24V Ausgangsspannung mit 60W verfügbarer Leistung (12V@30W aus der Batterie + 12V@30W aus dem Wandler = 24V@60W)

Sind alle RECOM Bauteile RoHS-konform?

Seit November 2005 sind alle RECOM Produkte RoHS-konform. Die Berichte zu den chemischen Analysen aller Produkte finden Sie auf unserer Webseite. Klicken Sie einfach das RoHS-Logo im rechten Seitenmenü an.

Sind für die Nutzung der AC/DC Wandler externe Komponenten erforderlich?

Alle AC/DC Wandler enthalten integrierte Netzfilter, sodass keine externen Komponenten erforderlich sind. Manche Modelle benötigen jedoch eine Eingangssicherung, die extern ergänzt werden muss. Die –ST Option (auf isolierten Leiterplatten vorinstallierte Wandler mit Schraubklemmenverbindung an Eingang und Ausgang) ist standardmäßig mit einer Eingangssicherung ausgerüstet.

Verfügen RECOM Produkte über einen Verpolungsschutz?

In unseren Wandlern ist kein Verpolungsschutz verbaut. Ein solcher muss extern ergänzt werden. Wir empfehlen für Wandler mit höherer Leistung einen externen MOSFET-Regler und für nicht kritische Anwendungen mit geringerer Leistung eine einfache Sperrdiode.

Werden RECOM Bauteile während der Produktion einem Burn-In-Test unterzogen?

Sämtliche RECOM Produktionschargen werden vor der Auslieferung an unsere Kunden einem Burn-In-Test unterzogen.

Welche Vorkehrungen treffen Sie zur Minimierung von Zinn-Whiskerbildungen?

Wir wenden verschiedene Strategien zur Whiskerreduzierung an, die alle den Jedec JP002 Richtlinien entsprechen. 

Bauteile zur Durchsteckmontage (THD): Die Pins unserer Wandler zur Durchsteckmontage bestehen aus einer Hartsilber-Kupfer-Legierung. Sie werden auf 0,5µm vorvernickelt, bevor sie mittels galvanischer Zinnbeschichtung auf 6µm Stärke gebracht werden. Die Stärke der Oberflächenbeschichtung hält die Produktionskosten gering und wirkt der Bildung von Zinn-Whiskern entgegen. Um das Risiko einer Bildung von Zinn-Whiskern weiter zu minimieren, wird die Oberfläche außerdem nicht aufgehellt.

Schließlich werden die Pins gemäß JIS C3101 geglüht. Das vermindert innere Spannungen aufgrund des Umformprozesses, eine weitere mögliche Ursache für die Bildung von Zinn-Whiskern.

Bauteile zur Oberflächenmontage: Die Trägerrahmen unserer SMD-Wandler bestehen aus einer rein verzinnten DF42N Nickellegierung. Die Pins werden vor dem Spritzgießen in Sn-Ag-Cu-Lot feuerverzinkt.

Was ist der Unterschied zwischen geregelten und ungeregelten Wandlern?

Ein ungeregelter Wandler ist die kostengünstigere Variante, weist allerdings eine geringere Spannungsfestigkeit auf. Die Ausgangsspannung kann abhängig von der Belastung und von Schwankungen der Eingangsspannung variieren. Aus diesem Grund ist der Eingangsspannungsbereich auf +/-5% oder +/-10% beschränkt und die Ausgangsspannung kann unter Nulllastbedingungen erheblich steigen. Aber auch bei einem ungeregelten Wandler sind im Belastungsbereich zwischen 20% und 100% geringe Abweichungen (+/-5%) bei der Ausgangsspannung möglich.

Geregelte Wandler bieten eine weitaus bessere Belastungs- und Spannungsregulierung mit weniger als 1% Abweichungen, sodass die Ausgangsspannung nicht von der Belastung oder der Eingangsspannung abhängig ist. Darüber hinaus ist der Eingangsspannungsbereich größer (2:1, 4:1 oder bis zu 7:1 bei nicht isolierten Wandlern).

Ich verwende einen Ihrer ungeregelten Wandler, aber meine Ausgangsspannung überschreitet den Toleranzwert aus dem Datenblatt erheblich?

Die Abweichungskurve hängt bei ungeregelten Wandlern von der Belastung ab. Je niedriger die Belastung, desto höher die Ausgangsspannung. Bitte beachten Sie die grafische Darstellung des Verhältnisses zwischen Abweichung und Belastung in unseren Datenblättern. In der Regel erfordern diese Wandler eine Mindestbelastung von 20%.

Warum haben manche Wandler einen höheren Ruhestrom als andere? (RSZ oder RY mit integrierter linearer Regelung)

Wandler mit Nachregelung müssen so konzipiert sein, dass bei minimaler Eingangsspannung ausreichend Spielraum im Hinblick auf die Ausgangsspannung gegeben ist, sodass der Linearregler ordnungsgemäß funktionieren kann. Das bedeutet, bei nominaler Eingangsspannung wird über dem Linearregler ein höherer Spannungsabfall auftreten, der wiederum den vom Wandler aufgenommenen Ruhestrom erhöht.

Verwenden Sie für die RP-xxxx und die RxxP(2)xx Serie dreifach isolierte Verdrahtungen?

Wir verwenden für beide Serien standardmäßig beschichteten Draht, weil die Wicklungen physisch voneinander getrennt sind (verstärkte Isolierung). Bei der RP-xxxx Serie sind der Primär- und der Sekundärkreislauf durch ein Kammersystem voneinander getrennt. Bei der RxxP(2)xx Serie setzen wir ein Zweikammersystem ein, das Primär- und der Sekundärkreislauf durch isolierte Brücken auf beiden Seiten des Ringkernwandlers voneinander trennt.

Wie entfernen Sie Lufteinschlüsse aus dem Wandler? Sind die Wandler vakuumvergossen?

Die Wandler sind nicht vakuumvergossen, weil wir ein spezielles Verfahren zur Beseitigung von Lufteinschlüssen anwenden.

Das funktioniert folgendermaßen:

 

  1. Das zweikomponentige Epoxidharz wird angemischt und eine Minute unter Vakuum gesetzt, um beim Mischen entstandene Luftblasen zu beseitigen.
  2. Das Kunststoffgehäuse wird zu 1/3 mit Epoxidharz gefüllt und darf anschließend ruhen.
  3. Die vorab getestete Leiterplatte wird in das Gehäuse eingesetzt, das Gehäuse bis auf 2/3 weiter mit Epoxidharz gefüllt, gefolgt von einer weiteren Ruhephase.
  4. Die teilfertigen Wandler werden dann für 20 Minuten in einen Trockenofen gelegt (30°C), damit noch vorhandene Luftblasen an die Oberfläche steigen können.
  5. Das Gehäuse wird schließlich mit einem härteren Epoxidharz versiegelt und eine Stunde bei 50°C ausgebacken.
  6. Zusätzlich führen wir mit unserem Röntgengerät Stichproben durch, um sicherzustellen, dass in unseren Wandlern keinerlei Lufteinschlüsse mehr vorhanden sind.

 

 

Warum sollte ich meinen günstigen Linearregler durch einen teureren Schaltregler austauschen (R-78 Serie)?

Der R-78 ist teurer als ein Linearregler, weil er über intelligente Funktionen verfügt. Er sieht ähnlich aus wie ein dreipoliger Linearregler. Im Inneren befindet sich jedoch ein Controller-Chip, der den Wandler vor Überlastung, Überhitzung und Kurzschlüssen schützt. Dadurch ist er sehr robust, nahezu unverwüstlich.

Auch wenn der Wandler selbst mehr kostet, sind erhebliche Einsparungen möglich: im primären Stromkreis (weil weniger Ausgangsspannung benötigt wird), bei der Montage (kein fummeliger Kühlkörper, keine Schrauben, Muttern und Wärmeleitpaste erforderlich) und beim Lageraufwand (nur ein Teil statt sieben bei Linearregler + Kühlkörper + Halterung + Eingangs- und Ausgangskondensator). Die Stromversorgungskosten können darum beim R-78 insgesamt niedriger sein als beim günstigen Linearregler.

Wie funktioniert der Dauerkurzschlussschutz der Innoline Serie?

Die gesamte Innoline Serie ist mit intelligenten Reglern ausgerüstet, die den Ausgangsstrom an jedem Schaltzyklus messen (Current Mode Control). Ist der Ausgang überlastet, stellt der Wandler den Überstrom bereit, bis er sich entweder überhitzt und von selbst abschaltet (thermischer Schutz) oder bis der Belastungsstrom die sicheren Betriebslimits überschreitet. Wird der Ausgang kurzgeschlossen, schaltet der Regler den Ausgangssteuerkreis ab. Der Zustand des Ausgangssteuerkreises wird kontinuierlich überwacht und der Wandler startet automatisch neu.

Brauche ich für die R-78 Produktreihe externe Wandler?

Nein, es werden keine externen Komponenten benötigt. Ein Eingangskondensator wird nur dann empfohlen, wenn die Eingangsspannung 26V überschreitet. Ein Ausgangskondensator reduziert die Ausgangsspannungswelligkeit zusätzlich.

Wozu benötige ich einen Eingangskondensator?

Ein Eingangskondensator wird nur dann empfohlen, wenn die Eingangsspannung 26V Gleichstrom überschreitet, ansonsten kann er weggelassen werden.

Kann ich in meinem Ausgangsstromkreis einen stärkeren Kondensator einsetzen?

Höhere Kapazitäten sind zulässig, allerdings kann sich der Kondensator in den Ausgangsstromkreis des Wandlers rückentladen, wenn der Eingangsstrom plötzlich abgestellt wird. Wenn die Eingangsspannung beim Abschalten nach und nach reduziert wird, sind selbst 1000µF in Ordnung. Wird die Eingangsspannungsversorgung plötzlich unterbrochen, kann der Wandler durch den Rückstrom in den Ausgang beschädigt werden.

Die empfohlene maximale Ausgangskapazität von 220µF für die R-78 Serie soll den Wandler vor Rückströmen schützen.

Welche Arten von Kondensatoren empfehlen Sie für die R-78 Serie? Ist Keramik in Ordnung oder würden Sie eher Tantal empfehlen?

Nicht die Art des Kondensators ist entscheidend. Tatsächlich entsprechen Eingangskondensatoren geringerer Güte mit relativ hohem ESR-Wert einer durchschnittlichen Qualität, weil der Innenwiderstand Oszillationen beim Einschalten dämpft. Ein Keramikkondensator würde also einen Overkill verursachen! Wir empfehlen daher sowohl für den Eingangs- als auch für den Ausgangskreislauf Tantal- oder Elektrolytkondensatoren.

Die empfohlenen Kondensatorarten sind ein 3,3µF/50V Electrolytkondensator am Eingang und ein 100µF/6V Elektrolytkondendsator am Ausgang.

Kann ich mit einem Schaltregler eine negative Ausgangspannung erzeugen?

Ja, das ist möglich. In den Anwendungshinweisen zu Innoline finden Sie unsere empfohlenen Schaltkreise für die Erzeugung einer negativen Ausgangsspannung mit unseren Schaltreglerserien.

Ich verwende eine eigene Lösung für den Betrieb meiner LEDs, warum sollte ich diese durch Ihren LED-Treiber austauschen?

Die RCD-24 Serie ist eine All-in-One-Lösung in einem kleinen Paket mit hoher Effizienz. Sie zeichnet sich durch einen breiten Eingangsspannungsbereich, zwei unterschiedliche Dimmungsarten (analog und digital, PWM) sowie einen breiten Betriebstemperaturbereich aus und wurde umfassend getestet. Sie haben zudem den Vorteil, dass Sie die Komponenten nicht von verschiedenen Lieferanten beziehen müssen, wie es bei individuellen Lösungen der Fall ist.

Besitzt die RCD-24 Serie einen On/Off-Steuerungspin?

Der PWM-Steuerungspin kann auch als Fernsteuerungspin verwendet werden. Das heißt, Sie können die Einheit über diesen Pin ein- und ausschalten. Der Schaltpegel ist TTL-kompatibel und durch eine Hysterese gekennzeichnet, die langsame Schaltwellen ermöglicht.

Welchen Linearitätsbereich hat die Dimmfunktion?

Der Linearitätsbereich außerhalb des 10~90%-Bereichs der PWM-Dimmfunktion ist nicht perfekt, aber noch ziemlich gut. Die analoge Dimmfunktion kann in einem Bereich von 0~100% genutzt werden.

Wie funktioniert die analoge Dimmung?

Es wird Analogspannung wird verwendet, um eine interne PWM-Schaltung zu steuern.

Wie funktioniert die PWM-Dimmung?

Der Controller-Chip verfügt über einen mehrstufigen Abschaltmechanismus:

On : Offen oder 0V < Vr < 0,6V
Mindestruhestrom - alle Stromkreise abgeschaltet - längste Antwortzeit beim Neustart

Off (Standby) : 0,6V < Vr < 2,9V Leistungsendstufe und PWM-Oszillator off - mittlere Antwortzeit beim Neustart Off (Shutdown) : 2,9V < Vr < 6V

Leistungsendstufe off, alle anderen Stromkreise aktiv - kürzeste Antwortzeit beim Neustart

Ich betreibe 10 LEDs mit je 1 Watt mit Ihrem RCD-24-0,35 Bauteil und einer 12V Batterie als Eingangsstromquelle, allerdings funktioniert das nicht richtig. Woran liegt das?

Bei der RCD-24 Serie handelt es sich um Abwärtswandler. Sie brauchen immer einen Eingangsstrom, der höher ist, als der benötigte Ausgangsstrom. Eine leistungsstarke LED hat eine Vorwärtsspannung von rund 3,4V, also können mit einer 12V-Batterie nur drei LEDs betrieben werden. Wird die Eingangsspannung auf 24V erhöht, können sieben LEDs betrieben werden, bei einer Eingangsspannung von 36V zehn. Es ist möglich, LED-Modulketten parallel zu schalten; also kann ein RCD-24-7,0 zwei Modulketten mit je drei parallel geschalteten 350mA-LEDs versorgen.

Bedenken Sie, dass es sich bei dem Bauteil um einen Konstantstrom-Wandler handelt. Die Ausgangsspannung variiert abhängig von der benötigten Leistung, wird jedoch immer niedriger sein als die Eingangsspannung.

Ist ein Eingangs- oder Ausgangskondensator erforderlich?

Für den normalen Gebrauch wird kein externer Kondensator benötigt. Für EMI-Filterungen bitte die Empfehlungen in unseren Anwendungshinweisen beachten.

Kann ich die stromkompensierte Drossel aus meinem EMI-Filter auch verwenden, um den Einschaltstrom zu begrenzen?

Der Einschaltstrom hängt vom Wandler, der Belastung (insbesondere der kapazitiven Belastung) und der Impedanz der primären Spannungsversorgung ab. Darum gibt es keine Empfehlung zum Wert der Einschaltstrombegrenzung. Dieser muss individuell für die jeweilige Anwendung bestimmt werden. Allerdings funktioniert ein Wert von 22µH~100µH in der Regel gut.

Eine Gleichtaktdrossel (Common Mode Choke, CMC) ist als Einschaltstrombegrenzer gut geeignet, weil der Kern bei hohen Strömen nicht in Sättigung geht (der +ve-Einschaltstrom wird durch den -ve-Einschaltstrom ausgeglichen). Sie kann also zwei Funktionen erfüllen: als EMC-Filter und als Einschaltstrombegrenzer. Bei Hochleistungswandlern ist es unter Umständen besser, eine Drossel mit niedriger Induktivität und hohem Drosselstrom als Einschaltstrombegrenzer zu verwenden statt einer speziell auf EMC-Filterung ausgelegten Drossel mit hoher Induktivität, da während des normalen Betriebs aufgrund des Drosselwiderstands zu viel Energie verloren gehen würde.

Ich habe Temperaturprobleme. Kann ich einen Kühlkörper verwenden, um den Temperaturbereich zu erweitern?

Die Wandler haben eine Derating-Kurve, die in der Regel zwischen 70°C und 85°C beginnt. Ab dieser Temperatur wird die Leistung linear reduziert. Sie können einen Kühlkörper verwenden, um diesen Temperaturpunkt um einige Grad zu erhöhen. Wenn Ihre Anwendung jedoch kein geeignetes Belüftungssystem hat, kann möglicherweise auch ein großer Kühlkörper nichts ausrichten. Die Lösung wäre in diesem Fall, einen leistungsstärkeren Wandler zu verwenden.

Warum geben Sie eine Derating-Kurve an?

Ab einer bestimmten Temperatur kann der Wandler aufgrund der inneren Wärmeentwicklung keine 100% Leistung mehr liefern. Mit steigender Temperatur nimmt die Leistung nach und nach ab. Diese Temperatur spezifizieren wir als Umgebungstemperatur.

Warum werden die Komponenten der RP40-Serie im Nulllastbetrieb heiß?

Die Wandler im höheren Leistungsbereich sind so konzipiert, dass sie bei Volllast am effizientesten arbeiten. Das bedeutet, dass die Schalttransistoren sehr schnell umschalten müssen, um im Bereich zwischen Volllast und Nulllast Energieverluste zu vermeiden. Im Nulllastbetrieb laufen die Schalttransistoren weiter bei voller Leistung. Dadurch heizt sich der Wandler auf.

Kann der Wandler extern synchronisiert werden?

Recom bietet diese Funktionalität bei keinem Wandler an. Die Synchronisation der Oszillatoren mehrerer Wandler kann hilfreich sein, wenn Überlagerungsfrequenzen vermieden werden müssen, allerdings auf Kosten einer höheren Zahl von Interferenzen auf der Hauptfrequenz. In der Regel können durch die Filterung der einzelnen Wandler effektive Ergebnisse erzielt werden, ohne eine stark interferierende Hauptfrequenz zu erzeugen.

Wie gestalte ich eine Doppeleinspeisung (AC- und DC-Eingänge)?

Eine einfache Lösung ist, die Eingänge mittels eines am Netz betriebenen Relais automatisch zu wechseln. Dem AC/DC Wandler macht die Gleichspannung am Ausgang nichts aus, wenn er nicht eingeschaltet ist (dies ist eine nützliche Funktion, die es zum Beispiel ermöglicht, eine Platine einzuschalten und bei sicherer Gleichstromversorgung zu testen. Die Platine wird erst dann an das Stromnetz angeschlossen, wenn die Einheit wieder in ihrem Gehäuse zusammengebaut wurde.).

Haben alle Ihre Wandler einen Überspannungsschutz?

Nein, nicht alle unsere Wandler verfügen über einen Überspannungsschutz. Wir empfehlen, bei Wandlern, in deren Datenblatt diesbezüglich nichts angegeben ist, eine Suppressordiode und/oder einen Eingangskondensator als Überspannungsschutz zu ergänzen.

Funktionieren Ihre Wandler auch oberhalb der angegebenen Betriebstemperaturspanne?

Ja, wenn sie gedrosselt sind (also nicht bei voller Leistung arbeiten). Die einfacheren, günstigeren Wandler besitzen keinen Überhitzungsschutz. Wenn sie über einen längeren Zeitraum außerhalb der angegebenen Temperaturspanne eingesetzt werden, kann das ihre Funktion beeinträchtigen. Unsere leistungsstärkeren Wandler sind mit Überhitzungsschutz ausgerüstet. Steigt die Temperatur zu stark an, schalten sie einfach ab.

Welche Mindestlast gilt für die Wandler?

RECOM Wandler haben keine Mindestbetriebslast. Bei manchen Produktreihen können jedoch einige Spezifikationen aus dem Bereich unter 10% angegeben sein.

Gilt die Isolation sowohl für die High-Side- als auch für die Low-Side-Quellen zwischen Eingang und Ausgang?

Die Isolation wird mit kurzgeschlossenen Eingängen und Ausgängen getestet. Danach wird die Testspannung auf der Eingangs- und Ausgangsseite angewendet. Auf diese Weise wird die Isolation auf allen möglichen Wegen zwischen Eingang und Ausgang getestet, also gilt der Wert für die High-Side- und die Low-Side-Quelle gleichermaßen.

Warum ist bei der RAC04-Serie die -E-Option nicht möglich (erweiterter unterer Temperaturbereich)?

Die RAC04-Serie arbeitet bereits bei -40degC (erweiterter Temperaturbereich), darum ist das zusätzliche Suffix (-E) überflüssig.

Gilt für die R-78 Serie eine Mindestlastanforderung?

Wir empfehlen die Verwendung der R-78 Schaltwandlerserie mit einer Mindestlast von 6mA, um eine stabile Ausgangsleistung unter allen Betriebsbedingungen sicherzustellen.

Wie funktioniert der Aktivierungspin am ROF-78?

Der Aktivierungspin des ROF-78 hat eine Höchstspannung von ~15V, (5-36)V.

Die Spannungsschwelle liegt bei 1,25V , bei geringeren Spannungen sollte der Wandler OFF sein. Über 1,25 ist der Wandler ON. Die 0,9V und die 1,55V sind empfohlene Sicherheitswerte, durch die gewährleistet werden soll, dass der Wandler unter 0,9 OFF und bei 1,55V ON ist.

Kurzum: Wenn Sie sichergehen wollen, dass das Modul kontinuierlich ON ist, halten Sie die Spannung am EN-Pin stets bei 1,55V.

Wie funktioniert der Aktivierungspin bei der R-78AA Serie?

Der Aktivierungspin erfüllt zwei Funktionen: Unter 2,6V ist der Wandler OFF (die Leistungsendstufe ist ausgeschaltet, aber der Oszillator des Wandlers läuft noch). Unter 1,6V ist der Wandler im Ultra-Low-Power-Modus (20µA Abschaltmodus).

Kann ich den On/Off-Pin der R-78AA-Serie mit dem Vin-Pin verbinden, wenn Vin bis 32V hoch geht?

Die absolute Maximaltoleranz bei diesem Pin liegt bei 15V, wir raten sogar davon ab, über 5V zu gehen. Sie können den Eingang nicht direkt mit dem Steuerungspin verbinden.

Bieten Sie dimmbare LED-Treiber mit AC-Eingang an?

Ja, für unsere Treiber mit AC-Eingang bieten wir eine 0-10V Analog-Dimmung, TRIAC-Dimmung und thermische Dimmung an. Die Funktionen sind bei RACD20-D, RACT20 bzw. RACD60/TOF verfügbar.

Im Datenblatt zu RACD60 beißt es, das Modul sei dualfähig und könne mit Konstantspannung oder Konstantstrom betrieben werden. Bedeutet das, dass ich selbst entscheiden kann, wie der Treiber funktionieren soll?

Solange der Ausgangsstrom unterhalb des voreingestellten Werts des LED-Treibers liegt, arbeitet der LED-Treiber im Konstantspannungsbetrieb. Ist die Ausgangsleistung niedriger als die voreingestellte Spannung, schaltet der Treiber in den Konstantstrom-Modus um.

Haben Sie Konstantspannungs-LED-Treiber?

Ja, unsere Module RACD03, RACD06, RACV30 und RACD60 können als Konstantspannungs-Treiber eingesetzt werden.

Welche Aufgabe haben die Gehäuse-Pins?

Der Gehäuse-Pin ist ein elektrischer Anschluss zum Metallgehäuse oder der Grundplatte. Er kann bei bestimmten Anwendungen das EMV-Verhalten verbessern, indem er das Gehäuse mit Masse oder Vin+ verbindet. Wenn er nicht verwendet wird, sollte er offen gelassen werden.

Welche Aufgabe haben die Sensor-Pins?

Die Sensor-Pins (Sense + und Sense-) nutzt der DC/DC-Wandler, um die Ausgangsspannung gemäß dem Wert an der Last zu regeln und nicht direkt als Messwert zwischen den Ausgangs-Pins. Der Wandler verwendet vier Anschlüsse, Vout+ und Vout- liefern eine hohe Stromstärke sowie die zwei Anschlüsse Sense+ and Sense- eine geringe Stromstärke für die Rückmeldung.

Der Vorteil der Sensor-Pins gegenüber dem einfachen Trimmen der Ausgangsspannung zur Kompensation eines Spannungsabfalls entlang der Verbindung ist jener, dass die Sensor-Pins die Spannung an der Last sowohl bei geringen als auch hohen Lastströmen regeln und somit eine Überspannung an der Last bei geringer Lastanforderung verhindern.

Die Sensor-Pins können auch von einigen Lastverteilungs-Steuerungen genutzt werden, um die Parallelschaltung von zwei oder mehr DC/DC-Wandlern für eine höhere Ausgangsleistung zu ermöglichen.

Kann die Ausgangsspannung eines Schaltreglers durch einen Widerstands gegenüber dem GND-Anschluss erhöht werden?

Nein. Schaltregler funktionieren anders als Linearregler, sodass dieser “Trick” nicht funktioniert. Für korrekte Funktion benötigen Sie eine sehr gute Erdungsverbindung.

Kann die Ausgangsspannung auch durch eine externe Spannung oder einen Strom anstelle des Widerstands getrimmt werden?

Theoretisch ja, aber in der Praxis ist das nicht sehr linear. Das ist nicht wirklich zu empfehlen.

Welche Aufgabe hat der Trim-Pin?

Der Trim-Pin (sofern vorhanden) kann zur Erhöhung oder Verringerung der geregelten Ausgangsspannung in einem begrenzten Bereich verwendet werden (typischerweise +/-10% oder -20%, +10%). Manche Schaltregler haben einen Vadj.-Pin, der die Ausgangsspannung über einen größeren Bereich einstellen kann (bis zu +/-50%).

Das Anschließen eines Widerstands zwischen Trim (oder Vadj,) und dem Pin Vout+ verringert die Ausgangsspannung. Das Anschließen eines Widerstands zwischen Trim (oder Vadj,) und dem Pin Vout- oder Gnd erhöht die Ausgangsspannung.

Das Trimmen dient üblicherweise dem Ausgleich eines Spannungsabfalls entlang eines langen Kabels oder einer Platinenleiterbahn durch eine erhöhte Ausgangsspannung oder zur Verringerung der Ausgangsspannung, um im ungünstigsten Fall Überspannungsschäden an der Last zu vermeiden. Das Trimmen der Spannung ist auch hilfreich, um auf unterschiedliche Batterie-Chemien abzustimmen. Eine 12V-Blei-Säure-Batterie kann ganz allmählich mit einem 12V-Wandler geladen werden, der auf 13,2V (+10%) getrimmt ist oder ein LiPo-Akku kann sicher von einem 5V-Wandler aus geladen werden, der auf 4,6V (-8%) herunter getrimmt ist.

Wie hoch ist die maximale Spannung am Steuer-Pin?

Die maximal zulässige Spannung am Steuer-Pin variiert je nach Baureihe des Wandlers. Die meisten DC/DC-Wandler erlauben bis zu 5V und einige bis zu 12V oder mehr. Zur Anleitung sehen Sie bitte in den Datenblättern nach. Verbinden Sie einen unbenutzten Steuer-Pin nicht mit +Vin, sofern das nicht ausdrücklich im Datenblatt erlaubt ist.

Was ist die Multi-Level-Funktion des Steuer-Pins?

Einige RECOM-Wandler wie etwa die Baureihe R-78AA haben eine zweistufige Funktion des Steuer-Pins. Falls die Spannung am Steuer-Pin unter 2,6V fällt, wird die Hauptleistungsstufe abgeschaltet, aber der interne Oszillator und die Spannungsregelung laufen weiter. Das ermöglicht einen sehr schnellen Neustart aus dem Standby zu voller Leistung. Für den Modus mit minimaler Leistung muss die Spannung am Steuer-Pin unter 1,6V liegen. Dann wird auch der Haupt-Oszillator abgeschaltet und der Wandler zieht nur noch 20µA vom Eingang. Das Einschalten aus diesem tiefen Ruhezustand erfolgt langsamer als aus dem Standby.

Welcher Unterschied besteht zwischen dem Strom im Ruhezustand oder Standby, dem Abschaltstrom und dem Strom am Steuer-Pin?

Der Strom im Ruhezustand oder Standby ist der vom Wandler gezogene Strom von der Versorgung, wenn er ohne Last ist (der Wandler ist aktiv und hat eine Ausgangsspannung anliegen, aber keine Stromstärke am Ausgang). Der Abschaltstrom ist der vom Wandler von der Versorgung gezogene Reststrom, wenn er durch den Steuer-Pin deaktiviert ist. Der Strom des Steuer-Pins ist der vom Wandler über den Steuer-Pin gezogene Strom, um ihn im deaktivierten Zustand zu halten.

What is control pin voltage hysteresis?

Wenn die Spannung am Steuer-Pin steigt, ist der Schaltpunkt (Schwellwert) höher als bei abfallender Spannung. Der Unterschied zwischen dem Auslösepunkt bei steigender Spannung und demjenigen bei abfallender Spannung ist die Hysterese. Beispielsweise kann sich ein Wandler mit negativer Logik einschalten, sobald die Spannung am Steuer-Pin 3V übersteigt, aber nach dem Start schaltet er erst wieder aus, wenn die Spannung unter 1V fällt. Die Differenz von 2V ist die Hysterese und verhindert, dass der Wandler bei langsam steigender oder abfallender Spannung unregelmäßig ein- und ausschaltet.

Was ist die positive oder negative Steuer-Pin-Logik?

Negative Steuerlogik bedeutet, dass logisch 0 (tief) den Wandler aktiviert und logisch 1 (hoch) den Wandler deaktiviert. Wenn der Pin unbeschaltet bleibt, ist er logisch 0 und der Wandler startet, sobald Strom anliegt.

Positive Steuerlogik bedeutet, dass logisch 0 (tief) den Wandler deaktiviert und logisch 1 (hoch) den Wandler aktiviert. Wenn der Pin unbeschaltet bleibt, ist er logisch 0 und der Wandler startet nicht beim Anlegen des Stroms, sondern wartet mit dem Einschalten auf ein positives Signal. Für viele sicherheitskritische Systeme ist das ein wichtiges Merkmal.

Welche Aufgabe hat der CTRL Pin?

Der Pin Remote Ein/Aus oder Steuerung wird üblicherweise aus folgenden Gründen verwendet:

  1. Zur Steuerung eines Hochleistungs-Wandlers mit einem schwachen Steuersignal. Die Eingangsleistung eines Steuer-Pins beträgt typisch wenige Milliwatt, aber sie kann einen Wandler bis zu hunderten Watt einschalten oder deaktivieren. Das bedeutet, dass die geringe Ausgangsleistung eines Mikrocontrollers oder Logik-ICs ohne zusätzliche Verstärker oder Relais zur Steuerung eines Systems genutzt werden kann.
  2. Zum Ein- oder Ausschalten eines Systems mehrerer Wandler in der richtigen Reihenfolge. Viele komplexe Stromversorgungen müssen für sicheren Betrieb in bestimmter Reihenfolge ein- oder ausgeschaltet werden. Ein Beispiel könnte eine computergesteuerte Regelung sein, wo der Mikroprozessor laufen sollte, bevor die Peripheriegeräte eingeschaltet werden. Ein weiteres Beispiel wäre da, wo eine Stromversorgung eine weitere versorgt. Oft sollte die primäre Stromversorgung eine stabile Ausgangsspannung erreicht haben, bevor die sekundäre Stromversorgung eingeschaltet wird.
  3. Zum Energiesparen. Ein Steuer-Pin kann die Stromversorgung für Teile eines Stromkreises im Standby vollständig abschalten, während ein zentraler Überwachungs-Stromkreis weiterhin aktiv bleibt. Das ist vor allem für batteriebetriebene Schaltungen wichtig, weil alle DC/DC-Wandler etwas Strom ziehen, auch wenn an ihnen keine Last anliegt.
  4. Zur Verringerung des Einschaltstroms. In einem System mit mehreren parallelen Subsystemen ist es oft hilfreich, den Start der Subsysteme zu staffeln, um die primäre Stromversorgung nicht zu überlasten oder die Hauptsicherung oder den Schutzschalter auszulösen.

Was passiert, wenn ich eine unsymmetrische Last an einem Wandler mit Dual-Ausgang betreibe?

Einige ungeregelte Wandler bieten Lastverteilung, wo ein Teil oder die gesamte Last von nur einem Ausgangs-Pin abgenommen werden kann.

Geregelte Dual-Ausgangs-Wandler regeln die Differenz zwischen Vout+ und Vout- und erlauben dem Common-Ausgang einen Schwebezustand. Wenn nun ein +/-15V-Ausgang asymmetrisch belastet wird, sagen wir +80%, -20%, dann bleibt die Spannungsdifferenz bei 30V, aber der Common-Pin driftet so, dass die Ausgangsspannungen +13, -17V ergeben. Wenn ein symmetrischer Ausgang mit asymmetrischer Last gefordert ist, verwenden Sie eine Nachregelung zur Stabilisierung der Ausgänge.

Welche Ausgangsoptionen bieten DC/DC-Wandler?

Die wichtigsten Optionen sind: 

  • Eintaktausgang mit Pins für Vout+ und Vout-. Das ist die meist genutzte Option.
  • Dualer (bipolarer) Ausgang mit Pins für Vout+, Com und Vout-, z. B. +/-15V. Das ist nützlich zur Bereitstellung bipolarer Stromversorgungen aus einer einzelnen Eingangsspannung, z. B. zur Versorgung eines OP-Verstärkers.
  • Dualer (asymmetrischer) Ausgang mit Pins für Vout+, Com und Vout-, z. B. +18, -9V. Das ist nützlich für Anwendungen bei IGBT-Treibern, die asymmetrische Versorgungsspannungen nutzen.
  • Dualer (unabhängiger) Ausgang mit Vout1+, Vout1- und Vout2+, Vout2-, wobei die Ausgänge sowohl vom Eingang als auch voneinander isoliert sind. Das ist nützlich für die Versorgung einer Zweikanal-Anwendung mit nur einem Wandler.
  • Dreifach-Ausgang mit Pins für Haupt-Vout+ und Hilfs-Aux+, Com und Aux-, z. B. +5V und +/-12V. Das ist nützlich für Anwendungen, die eine einzelne leistungsfähige Stromversorgung und eine Hilfsversorgung für Peripheriegeräte benötigen.

 

 

Spielt es eine Rolle, ob der Eingang an eine positive oder negative Spannungsquelle gegenüber der Ausgangsspannung angeschlossen wird?

Ein isolierter DC/DC-Wandler hat keine elektrische Verbindung zwischen Eingang und Ausgang. Daher spielt es keine Rolle, ob Vin+ an einer positiven Versorgung und Vin- an Masse angeschlossen ist oder ob Vin+ an Masse und Vin- an einer negativen Versorgung angeschlossen ist. Das ist beispielsweise in der Telekommunikationsbranche nützlich, wo eine standardmäßige Versorgung mit -48V zur Erzeugung von +5V-Ausgang verwendet werden kann (Vin+ = Masse, Vin- = -48V, Vout + = 5V, Vout- = Masse).

Das gilt nicht für potentialgebundene Schaltregler, aber die Baureihe R-78 kann so konfiguriert werden, dass sie aus einer positiven Eingangsspannung eine negative Ausgangsspannung erzeugt (siehe Hinweise zum Einsatz).

Was passiert, wenn ich Vin+ und Vin- verkehrt herum anschließe?

DC/DC-Wandler sind nicht vor Verpolung geschützt. Sie werden irreparabel beschädigt, wenn sie verkehrt herum angeschlossen werden. Wenn es möglich oder wahrscheinlich ist, dass ein Wandler verkehrt herum angeschlossen wird, muss zum Schutz des Wandlers eine Diode verwendet werden (siehe Hinweise zum Einsatz).

Welchen Unterschied gibt es zwischen einem 1:1-, 2:1- und 4:1-DC/DC-Wandler?

Das Verhältnis bezieht sich auf den Eingangsspannungsbereich. Ein DC/DC-Wandler mit 24V Eingang und einem 1:1-Eingangsbereich ist für 24V-Eingang +/-10% ausgelegt (21,6V bis 26,4V). Ein DC/DC-Wandler mit 24V-Eingang mit einem 2:1-Eingangsbereich ist für einen 2:1-Eingangsspannungsbereich von 18V-36V ausgelegt und ein DC/DC-Wandler mit 24V-Eingang und einem 4:1-Eingangsbereich ist für einen 4:1-Eingangsspannungsbereich von 9V-36V ausgelegt.

Welche Pin-Funktionen hat ein isolierter DC/DC-Wandler?

Ein DC/DC-Wandler kann folgende Anschlüsse haben:

  • Die Eingangs-Pins Vin+ und Vin –
  • Die Ausgangs-Pins Vout + und Vout- (plus einen gemeinsamen Pin für +/- Ausgänge)
  • Einen Pin für Remote-Ein/Aus, Aktivierung oder Steuerung
  • Einen Trim-Pin
  • Sensor-Pins
  • Gehäuse-Pin

 

 

Welche Aufgabe hat ein isolierter DC/DC-Wandler?

Ein isolierter DC/DC-Wandler konvertiert eine Eingangsgleichspannung in die gleiche oder eine andere Ausgangsgleichspannung, die durch einen internen Transformator elektrisch vom Eingang isoliert ist. Das wird gemeinhin aus folgenden Gründen gemacht:

Zur Anpassung von Eingang und Last. Beispielsweise zur Umwandlung einer höheren oder niedrigeren Eingangsspannung auf den benötigten Wert für die Last. Eine gängige Anforderung ist die Umwandlung einer 24V-Gleichstromquelle auf einen isolierten 5V-Ausgang oder die Erzeugung einer Versorgung mit +/-15V aus einer 5V-Quelle.

Zur Stabilisierung der Stromversorgung. Batteriebetriebene Geräte müssen mit variabler Eingangsspannung arbeiten, aber viele Schaltkreise erfordern eine stabile Versorgungsspannung. Beispielsweise kann ein typischer 12V-auf-12V-DC/DC-Wandler aus einer Eingangsspannung im Bereich von 9V bis zu 18V einen stabilen 12V-Ausgang bereitstellen.

Zur Potentialtrennung einer Versorgung. Ein isolierter DC/DC-Wandler kann zur Sicherheit verwendet werden (beispielsweise bei medizinischen Anwendungen), um den Anwender vor Fehler der Stromversorgung zu schützen, oder er kann Erdschleifen trennen und somit Rauschen und Störungen vermindern (zum Beispiel kann ein in einer Motorsteuerung verwendeter DC/DC-Wandler eine stabile und rauscharme Ausgangsspannung aus einer verrauschten DC-Stromversorgung bereitstellen). Bei Anwendungen mit mehreren Kanälen bewirkt das Isolieren jedes Kanals mit einem separaten DC/DC-Wandler, dass bei einem Fehler oder Kurzschluss in einem Kanal die anderen Kanäle unbeeinträchtigt bleiben.

Zur Vereinfachung einer Stromversorgung. Eine Anwendung, die viele verschiedene Spannungen auf einer Platine benötigt, kann durch den Einsatz einer einzelner Hauptversorgungsspannung einfacher und zuverlässiger werden, wenn diese dann von DC/DC-Wandlern am Ort der Last zur lokalen Bereitstellung der Spannung gefolgt werden.

Welche Aufgabe hat ein potentialgebundener DC/DC-Wandler?

Ein potenzialgebundener Schaltregler kann eine DC-Eingangsspannung wirksam auf eine geringere oder höhere Ausgangsspannung verringern oder erhöhen. Ein Schaltregler hat folgende Vorteile gegenüber einem einfachen Linearregler:

Weil kein Transformator verwendet wird und Eingang und Ausgang eine gemeinsame Erdung haben, kann der Wirkungsgrad sehr hoch sein (>97%) verglichen mit einem Linearregler (zum Beispiel typisch 20% beim Umwandeln von 24V herunter auf 5V).

Ein Schaltregler variiert die internen Ein-/Aus-Zyklen, um Änderungen in der Arbeitslast und/oder Eingangsspannung zu kompensieren. Daher kann der Wandler über einen weiten Eingangsspannungsbereich (7:1) und einen weiten Lastbereich (100:1) effektiv arbeiten.

Ein Schaltregler ist ein Leistungswandler, insofern eine feste Last den Eingangsstrom bei steigender Eingangsspannung verringert. Damit sind hohe Ausgangsstromstärken möglich, ohne den Eingang zu überlasten.